WARUM DER NAME "SCHIEFER"?

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Unser "SCHIEFER“ ist das ehemalige Kämmereigebäude, welches an der Ostseite des Goslarer Marktplatzes liegt. Bis vor wenigen Jahren war es ein Verwaltungsgebäude der städtischen Finanzabteilung. Im Ursprung wurde unser „SCHIEFER“ als Stadtkämmerei im Jahr 1787 errichtet. Einzelne Bögen, welche noch im Gewölbekeller zu betrachten sind, stammen allerdings noch aus dem frühen 15ten Jahrhundert.

Die verschieferte Fassade unserer Immobilie ist ein Symbol vergangener Tage, in denen Schiefer ein populärer und viel genutzter Werkstoff war, welcher hier am Ort ab dem Mittelalter gewonnen wurde. Der traditionelle Goslarer Tonschiefer ist als Dacheindeckung und Fassadenbehang stadtbildprägend für die seit 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Goslarer Altstadt. Er zeichnet sich durch eine ganz charakteristische und abwechslungsreiche mittelgraue bis hellbraune Farbigkeit aus. Für Goslar war es ein ganz besonderer Reichtum, dass gleich an drei verschiedenen Stellen Dachschiefer gewonnen werden konnte: Neben der Rathschiefergrube waren das die Gruben am Nordberg und am Glockenberg. Der Goslarer Schiefer war begehrt und wurde weit über die Stadtgrenzen hinaus verkauft. Seit den 1960er Jahren wird in Goslar kein Schiefer mehr abgebaut.

Ebenso verhält es sich mit dem Erzabbau, welcher mit dem Geschenk des Glockenspiels durch die Preussag AG, welches im Giebel unseres Hauses eingebaut wurde, auch Ende der 60er Jahre ein Ende fand. Unter den Klängen von Bergmannsliedern öffnen sich die Tore des Glockenspiels und es beginnt ein Figurenumlauf: Zunächst erscheint Ritter Ramm, dem die Namensgebung des Erzbergwerks Rammelsberg - ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe - nachgesagt wird. Ihm folgen lebensgroße Figuren, die Bergleute die mit Arbeitsgeräten für die Bergbautradition Goslars stehen.

Wir verstehen unser Gebäude mit dem Glockenspiel und der verschieferten Fassade an unserer exponierten Marktplatzlage als eines der populärsten und traditionsaufzeigensten Objekte unserer schönen Stadt. In dessen Würdigung und mit ein klein wenig stolz auf unser Goslar haben wir unsere Gastronomie im Jahre 2013 dann „SCHIEFER“ getauft.

Mittlerweile ist der Baustoff Schiefer übrigens wieder hip und modern, was uns freut und uns in unserem Tun bestärkt.